Hinaus in die Natur, zu Kunst und Kultur – Ausflugstipps

Für alle die jetzt im Spätsommer Zeit und Muße haben und etwas unterwegs sein wollen, aber nicht ganz so weit entfernte Ziele ansteuern möchten, gibt es hier ein paar Ausflugstipps unter dem Motto: >> Hinaus in die Natur, zu Kunst und Kultur<<.

Solltet ihr auch Empfehlungen haben, dann schickt sie uns, wir geben diese hier gern weiter.

 

Theater in Oranienburg

Lasst euch ins Theater einladen, ins Traumschüff-Theater auf der Havel. Genossin Rosi ist von ihrer 10. Sommertour zurück und im Heimathafen eingelaufen. Hier könnt ihr mit einigen Highlights ein paar schöne Stunden am Oranienburger Bollwerk erleben.

Los ging es am vergangenen Samstag mit der Offenen Bühne. Das Ganze ist immer eine wahre Wundertüte, wenn sich Menschen jeden Alters singend, tanzend, musizierend und sprechend auf die Bühne wagen. Alle bringen viel Lampenfieber mit und unser Applaus belohnt sie für ihren Mut. Ja, und wir hatten einen abwechslungsreichen Abend!!!

Das neue Stück “Unter Foultieren” könnt ihr am 19. und 20. September sehen.

Und das schwimmende Havelkonzert ist am 12. September um 19:00 Uhr.

   

 

Umwanderung des Lehnitzsees

Diese Wanderung habt ihr sicher alle schon einmal gemacht, denn der Oranienburger Lehnitzsee ist doch unser Home-See! Wir mussten aber feststellen, dass wir um unsere 2,3 km x 450 m große Oranienburger „Badewanne“ noch nicht sehr oft gewandert sind. Das sollte sich schnell ändern und wir machten uns auf den Weg. Wo genau der Beginn der Wanderung sein soll, ist beliebig. Es sind ungefähr 8 km zu laufen, die in 2 -3 Stunden zu schaffen sind.

 

Ein Naturlehrpfad gibt Auskunft über die örtliche Flora und Fauna. Besonders schön sind die vielen idyllischen Buchten mit Blick auf das Wasser und die schattigen Wege. Im Osten liegen die Saubucht und der Stintgraben, der im Sommer aber kein Wasser führt. Von der Lehnitzer Seite aus hat man über das Wasser einen schönen Blick auf die Lehnitzsee-Schleuse. Hier überwinden täglich viele große und kleine Schiffe einen Höhenunterschied von 6 Metern, vom Oder-Havel-Kanal zum Lehnitzsee oder umgekehrt.

      

 

Badestellen laden ein, der Weiße Strand und der Bolli auf der Lehnitzer Seite sowie die Badestelle mit großer Liegewiese auf der Oranienburger Seite. Ein Stückchen des Radfernweges Berlin-Kopenhagen liegt ebenfalls auf unserem Wanderweg.

 

Hungern muss auch niemand, denn es gibt das Hafenrestaurant LuBea, das BierLeh und in Lehnitz den Eisspatz, der nicht direkt am See liegt, aber sich nicht weit entfernt in der Friedrich-Wolf-Straße 19 befindet. Im Mai hat ein junger Mann aus Eden den idyllisch gelegenen Biergarten am Lehnitzsee aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Im BierLeh könnt ihr Kaffee, Kuchen und Eis genießen, ebenso ein gutes Imbissangebot. Hier finden Konzerte, Schlager- und Tanzabende, Karaoke und Kinderyoga statt. Und es wurden schon Kindertags- und Zeugnispartys gefeiert.

          

Hafenrestaurant LuBea: Mo und Die geschlossen, Mi 16-22, Do bis So 12-21 Uhr —– Biergarten BierLeh: Do 12-20, Fr 12-22,  Sa 10-22, So 10-20 Uhr —— Eisspatz Lehnitz: Mo 12:30-19, Die 12-18, Mi geschlossen, Do + Fr 12-19, Sa 11-19, So 12-19 Uhr

 

In Kremmen ist so einiges los

Kremmen ist mit gut 800 Jahren ein altes Städtchen und hat so einiges zu bieten. Das historische Scheunenviertel wartet mit Gastronomie, Trödel, Comedy und Musik auf und hier ist auch die Touristeninformation. Gegenüber auf dem Spargelhof gibt es ein Restaurant, einen Hofladen und einen Kinderspielplatz. Bei Bäcker Plentz am Marktplatz ist das gesamte Sortiment zu haben und ein Cafe lädt zum Verweilen ein. Im Hotel u. Restaurant SeeLodge am Kremmener See finden Trauungen und Events statt und bei Kultur & Beeren ist auch immer wieder was los. Im Moment ist freitags Sommerkino und am Wochenende öffnet das Luch-Cafe.

 

In der historischen Altstadt steht das ältesten Gebäude der Stadt: die St. Nicolai Kirche. Diese spätromanische Feldsteinkirche stammt aus der Zeit um 1250, ihre barocke Innenausstattung entstand nach dem großen Stadtbrand 1680. Der Turm brannte 1917 ab, wurde erneuert und war dann um 6 Meter kürzer, was ihn damit gedrungen wirken lässt.

Die Kirche ist täglich von 9:00 – 18:00 Uhr geöffnet und das Cafe Kirchturmblick öffnet donnerstags um 14:30 Uhr seine Tür.

Noch bis zum 4. September ist die farbenfrohe Ausstellung „Das Kreuz mit der Kunst 5.0“ des Kremmener Künstlerstammtischs zu sehen.

Unweit vom Markt befindet sich die Alte Lebkuchenfabrik. Hier wurde einst Honigkuchen gebacken, der auch außerhalb Deutschlands Absatz fand. Heute ist es ein gemütliches Cafe. Hier oder im urigen Innenhof kann man Frühstücken und Kaffee trinken. Auch Lebkuchen gehören zum Angebot. In sechs Pensionszimmern sind Übernachtungen möglich.

   

Kremmen Alte Lebkuchenfabrik, Berliner Str. 4                           cafe@lebkuchenfabrik.com

Öffnungszeiten Café: Donnerstag  12:00 – 18:00 Uhr, Freitag, Samstag & Sonntag 9:30 – 18:00 Uhr (Frühstück 9:30 – 11:30 Uhr)

 

Bogensee – ein geschichtsträchtiger Ort 

Heute geht’s in den Barnim, genauer gesagt an den Bogensee unweit von Lanke und ca. 20 km von Eden entfernt.

Hier gibt es viel Natur, aber auch sehr viele denkmalgeschützte Immobilien inmitten des Waldes, die so verlassen dastehen und auf eine endliche Nutzung hoffen. Das ganze Areal ist ein geschichtsträchtiger Ort und ein wirklicher Lost Place.

Zunächst kommt man am Waldhof vorbei, welcher einst der Landsitz von Reichspropagandaminister Josef Göbbels war und nach dem 2. Weltkrieg von der Roten Armee kurz als Lazarett genutzt wurde und dann als sozialistische Kaderschmiede diente.

   

Rechts vom Waldhof befindet sich im ehemaligen Forstgebäude die Waldschule, eine waldpädagogische Einrichtung, die Kinder- und Jugendgruppen das Erleben des Waldes Tag und Nacht ermöglicht.

Hinter dem Waldhof liegt der Bogensee, der nicht sehr groß ist. Seine Umrundung wird mit 5 km angegeben, da die Wanderung nicht immer direkt am Wasser entlang geht. Da geht’s dann auf Umwegen im Dickicht des Waldes weiter, wegen Brutgebieten von seltenen Wasservögeln. Doch der Bogensee bleibt in der Nähe und man kommt dort auch wieder an. Hier ist es ganz ruhig. Nur das Rauschen der Blätter ist zu hören, wenn der Wind durch die Baumkronen weht.

Nachdem der Waldhof für die Ausbildung der vielen, auch internationalen Studenten, zu klein geworden war, wurden in den 1950er Jahren die vielen großen Gebäude der FDJ-Jugendhochschule im Stil des sozialistischen Klassizismus gebaut:  symmetrisch, mächtig und streng. Die beiden Hauptgebäude, das Lektionsgebäude und das Kulturhaus, stehen sich weitläufig gegenüber, links und rechts befinden sich die einstigen Internats- und Wohngebäude der Studenten.

Das Haus “Wien” kam dann noch in den 80er Jahren dazu und machte somit diese Vier-Seiten-Anlage komplett. Die Namen der Häuser, wie “Budapest”, “Potsdam” und “Reggio di Calabria”, stammen aus den 90er Jahren, als das Areal kurz als Hotelkomplex genutzt wurde.

 

     

 

Denkt an euer Picknick, denn hier an diesem verlassenen Ort gibt es nichts. Oder doch? Ein Baumstamm dient als Bank, der Blick auf das Wasser entspannt und die Stille tut so richtig gut.

 

 

Kaffeeausflug nach Päwesin im Havelland

Wie wäre es mit einem Ausflug zum Kaffeetrinken ins schöne Havelland? Das Dörfchen Päwesin liegt zwischen Nauen und Brandenburg an der Havel. Hierher lohnt sich ein Ausflug, um Kaffee und Kuchen zu genießen, denn das ist täglich möglich. Die ortsansässige buddhistische Klosterschule betreibt eine kleine Bäckerei und den Backshop “Backwahn” mit einem kleinen Cafe-Garten.

Hier gibt es eine große Auswahl an Kuchen sowie belegte Brötchen, Bockwurst und Bouletten. Auch Brot und Brötchen sind im Angebot. Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 7:00 – 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen : 7:00 – 16:00 Uhr

     

Gleich hinter dem Cafe befindet sich die Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert. Sie zeigt sich in “Brandenburgischem Barock mit beeindruckender Strenge” und im Inneren der Kirche kann noch ihre Ursprünglichkeit durch den Kanzelaltar und die Hufeisenempore aus dunklem Eichenholz wahrgenommen werden. Auch das Taufbecken stammt aus der Anfangszeit. Die Orgel wurde 1813 von Bäckermeister Turley aus Treuenbrietzen gebaut. Er hing dann seinen erlernten Beruf an den Nagel und konzentrierte sich auf das neue Handwerk, den Orgelbau. Schon als Jugendlicher tat sich für ihn mit der Bach’schen Musik an der Wagner-Orgel seiner Heimatstadt der Himmel auf. – Welch schöne Nachbarschaft.

Die Kirche ist das ganze Jahr über von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

  

Mit dem Auto braucht ihr auf der Landstraße von Eden über Nauen nach Päwesin ca. eine Dreiviertelstunde. Achtung: In Wachow, dem Dorf vor Päwesin, gibt es wegen Bauarbeiten an der Dorfstraße eine kleine Umleitung, die aber ausgeschildert ist.

Und wem das alles nicht reicht, kann sich in Päwesin auch die Haare und Füße machen lassen, sozusagen in die dörfliche Wellness-Oase eintauchen. Dem Kloster sei dank. Dann aber vorher telefonisch einen Termin ausmachen.

 

Wanderung um den Huwenowsee bei Meseberg

Meseberg ist immer wieder eine Reise wert und die Umwanderung des Huwenowsees ist zu jeder Jahreszeit schön. Auch an warmen Tagen kann diese knapp 6 km lange Runde gut geschafft werden, denn die alten Buchen rund um den See bieten viel Schatten und vom Wasser her umweht ein frisches Lüftchen die Wanderer.

1,5 Stunden sollten eingeplant werden, lieber ein wenig mehr, insbesondere dann, wenn ihr noch ins Wasser springen möchtet. Es gibt zwei Badestellen und unterwegs laden immer mal wieder Bänke zum Verweilen ein.

“Naturkunstwerke” sind in dieser Urwüchsigkeit am Wegesrand zu sehen. Sie bezaubern durch ihre kraftvolle oder filigrane Natürlichkeit.

 

 

Am schönsten ist der Blick auf das fast dreihundert Jahre alte Schloss von der gegenüberliegenden Nordseite des Sees aus. Ein Kulturdenkmal, welches auch Fontane einst besuchte und es „Zauberschloss“ nannte. Seit 2007 ist es das Gästehaus unserer Bundesregierung, aber nicht mehr lange, denn Anfang nächsten Jahres ist es mit dieser Nutzung vorbei.

Am nördlichen Ende des Sees führt eine Brücke über ein Moorgebiet und auf der Ostseite befindet sich der Weinberg. Und wem es unterwegs zu still wird, kann auch singen, per QR-Code sogar mit Chorverstärkung.

   

Wenn noch Zeit ist, lohnt sich ein Blick in die barocke Dorfkirche. Sie ist fast das gesamte Jahr über geöffnet. Neben der alten Kanzel und der alten Orgel ist hier ein riesengroßes Gemälde aus dem Jahre 1588 zu sehen. Es zeigt die damaligen Besitzer von Meseberg mit ihren 15 Kindern.

Der Besuch des Dorfkrugs bietet nicht nur regionales Essen und kühle Getränke, sondern auch Kultur. Hier finden Lesungen, Tanz und jetzt auch der abendliche Freiluft-Kinosommer statt. Öffnungszeiten und Termine unter: https://dorfkrug-meseberg


     

 

Brücke-Museum und Kunsthaus Dahlem in Berlin

Im Brücke-Museum erlebten wir eine wunderbare Führung durch die zwei neuen Ausstellungen, die wir sehr empfehlen können:

Draußen … Unter Kiefern     und     Draußen … Im Museum

Das kleine Museum am Rande des Grunewalds wurde extra für die Kunstwerke der Künstlergruppe “Brücke” in den 1960er Jahren erbaut. Vier Architekturstudenten gründeten 1905 in Dresden diese Gruppe und waren später in Berlin ansässig. Die Brücke-Künstler waren  Pioniere des Expressionismus, die sich von der zu dieser Zeit üblichen realistischen Malweise abwandten und neue Dinge ausprobierten. Mit flottem Pinselstrich, intensiven Farben und reduzierter Formensprache malten sie draußen in der Natur. Auch der Holzschnitt ließ sie experimentieren.

Um die alten Werke zu bewahren, werden in den Museen gleichbleibende Temperaturen und Luftfeuchtigkeit benötigt und damit große Ressourcen verbraucht. Junge Künstler heute haben sich mit dem Thema ressourcenfreie Kunst auseinandergesetzt und einen Kunstpfad der besonderen Art geschaffen: Draußen unter Kiefern.  Eine klimaneutrale Produktion von Kunst inmitten der Natur. Kunst, die im Jahreskreislauf eingebunden und vergänglich ist und „von den Bienen betreut und von den Füchsen bewacht wird“. Das alles ist auf dem Waldgelände rund um das Museum zu sehen.

Diese “Venus von Milo” besteht aus Naturmaterialien wie Lehm und Wildblumensamen und wird vergehen.

(Die echte Venus aus Marmor ist schon richtig alt und im Louvre ausgestellt)

Gleich nebenan befindet sich das Kunsthaus-Dahlem, in dem gerade die Künstlerin Gulnur Mukazhanova aus Kasachstan ausstellt: Jetzt-Zeit – Layers of the Present. Hier gibt es ein Cafe und im Garten zwischen den beiden Museen sitzt es sich unter den Waldbäumen sehr gemütlich. Das Kombiticket kostet nur 8,- €.  Beide Museen sind täglich (außer dienstags) von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Alles Weitere findet ihr unter: https:www.bruecke-museum.de   und  https://kunsthaus-dahlem.de

 

Karl-Förster-Garten in Potsdam-Bornim

Wenn ihr diesen noch nicht kennt, dann wird es höchste Zeit! Zu allen Jahreszeiten ist dieser Garten eine Augenweide.

Karl Foerster war DER Gärtner und Staudenzüchter überhaupt, der nicht nur zu seiner Zeit bekannt war, sondern es auch noch heute ist. Sein vielseitiges und visionäres Schaffen machte ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit. Über 300 Züchtungen von Stauden und Co sowie zahlreiche Bücher gehören zu seinem Lebenswerk. Er war ein Poet und Philosoph, der seine überaus sensiblen Wahrnehmungen in der Natur illustrationsreich in Worte fassen konnte. Er kreierte nicht nur neue Pflanzensorten, sondern auch neue Worte in seinen Schriften und besondere Namen für seine Züchtungen. So heißt eine Phlox-Sorte z.B. „Wennschondennschon“. Besonders die Farbe Blau und der Rittersporn hatten es ihm angetan, doch er sorgte auch dafür, dass Gräser und Farne die Gartenlandschaften wunderbar ergänzen. Sein nachhaltiges Werk geht nicht verloren, es wird beibehalten und stetig vermehrt.

Das einstige Refugium, der Karl-Foerster-Garten ist ein Naturdenkmal und kann täglich (außer montags) von 9 -21 Uhr besucht werden. Die Staudengärtnerei ist Mo – Fr von 9-17 Uhr und So von 11-14 Uhr geöffnet. Der Garten und die Gärtnerei befinden sich Am Raubfang  6 bzw. 7 in Potsdam-Nord (Bornim).

   

   

 

Kultur & Beeren in Kremmen

Raus in die Natur und rein in die Beerenbüsche, dazu dann noch Kultur pur!

Das alles findet ihr im Beerengarten in Kremmen, direkt am Ruppiner Kanal gelegen. Hier ist  Freitag von 14 -19 Uhr und Samstag und Sonntag von 12 – 19 Uhr geöffnet. Im Luch-Cafe könnt ihr es euch gut gehen lassen und den weiten Naturblick genießen. Gänse, Hühner sowie Laufenten wuseln zu euren Füßen und Beeren sind zum Naschen da. Es gibt einen kleinen Hofladen, zwei Jurten laden zur Übernachtung ein und Boote können ausgeliehen werden. Die kulturellen Veranstaltungen findet ihr unter https://kultur-beeren.de. Ab Ende Juli ist auch wieder Kino-Time.

Adresse: Am Kanal 16 in Kremmen