Hinaus in die Natur, zu Kunst und Kultur – Ausflugstipps
Für alle die jetzt im Herbstes Zeit und Muße haben und etwas unterwegs sein wollen, aber nicht ganz so weit entfernte Ziele ansteuern möchten, gibt es hier seit den Sommermonaten ein paar Ausflugstipps unter dem Motto: >> Hinaus in die Natur, zu Kunst und Kultur<<.
Solltet ihr auch Empfehlungen haben, dann schickt sie uns, wir geben diese hier gern weiter.
Einmal Nassenheide und zurück
Eine kleine herbstliche Wanderung – ganz unspektakulär, aber dennoch schön. Schon vor der Kuhbrücke am Ruppiner Kanal, begrüßen uns Kraniche und Fasane. Fast ohne Sonnenschein, dafür mit ein paar Regentropfen, führt uns unser Wanderweg nach Nassenheide und zurück.

Bis hin zur Kuhbrücke in Oranienburg-Tiergarten geht es mit dem Auto und ab der Biokräuterei dann zu Fuß weiter. Links und rechts des Weges sind die langen Beete der Gärtnerei zu sehen. Feldsalat, Kohl, Ringelblumen, Kapuzinerkresse wachsen hier um die Wette.

Durch den Wald laufen wir immer geradeaus in Richtung Norden und dann überqueren wir die Hohenbrucher Chaussee und gehen in das nächste Waldstück hinein. Ein Schild weißt darauf hin, dass man nicht mal an das Abladen von Müll denken sollte. Doch einige Menschen können nicht lesen bzw. haben überhaupt kein Gewissen, denn ein paar Meter hinter dem Schild stehen zwei Kühlschränke und auf der anderen Seite des Weges sind defekte Teile eines Sichtschutzzaunes abgelegt.

Bis in diesen Wald sind unsere Vorfahren gern von Eden aus gewandert. Ihr Ziel war der Leberblümchenwald. Das ist wohl kein offizieller Name, aber sicher hat es hier einst im Frühjahr herrlich lila-blau geblüht und war deshalb ein beliebtes Ziel für einen Sonntagnachmittagsausflug. Jetzt freuen wir uns über die Herbstfärbung der Blätter.

Es geht immer weiter geradeaus, der Weg ist breit und besteht aus alten Pflastersteinen. Trotz der fehlenden Sonne leuchten die bunten Herbstblätter, ein Specht klopft an einem hohlen Stamm und die roten Fliegenpilze leuchten am Wegesrand. Irgendwann überqueren wir den Teschendorfer Graben und kommen bald auf eine kleine Straßenkreuzung. Der Wald geht nun über in Wiesenflächen und dann tauchen schon die ersten Häuser von Nassenheide auf.


Wir gehen noch etwas ins Dorf hinein, ruhen uns auf einer Bank kurz aus und treten dann die Rückreise per pedes an. Nun öffnet sich der bewölkte Himmel leicht und etwas Sonnenlicht lugt hervor, doch dann tröpfelt es wieder und dann ist es auch schon wieder gut. Also bedeckt.

Auch wenn wir denselben Rückweg nehmen, ist die Perspektive doch eine andere. Manch einen Pilz haben wir auf der Hinwanderung gar nicht wahrgenommen und plötzlich springt noch ein Reh direkt vor uns über den Waldweg.

Und weil der Rückweg kürzer scheint, machen wir kurz vor der Biokräuterei noch einen kleinen Abstecher nach links zum Teschendorfer Graben. Dort ist es ganz ruhig, denn der Graben führt zurzeit wenig Wasser. Zu Zeiten mit viel Wasser ist da auch mehr los an dieser Stelle, denn das Wasser plätschert dann geräuschvoll über die Steine.

Noch einmal geht’s an der Biokräuterei/Solawi vorbei, wo die Gärtnerinnen und Gärtner ihre langen Beetreihen bearbeiten. Fröhliches Lachen zeigt uns, dass sie Spaß bei ihrer Arbeit haben. Und dann werfen wir noch einmal einen Blick von der Kuhbrücke auf den Ruppiner Kanal. Wieder tropft es vom Himmel und wir sind froh, dass wir uns nun ins Auto setzen können. Wir sind knapp 3 Stunden unterwegs gewesen und haben fast 13000 Schritte gemacht.

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Frauke Gerhard – Keramik – Ausstellung zum 85. Geburtstag
Mit einer großen Gästeschar wurde am vergangenen Samstag die Ausstellung der Keramikerin Frauke Gerhard anlässlich ihres 85. Geburtstages eröffnet. In einer umfangreiche Retrospektive wird das Schaffen der Künstlerin aus sechs Jahrzehnten in den Ofen- und Keramikmuseen Velten gezeigt. Ein Katalog zur Ausstellung ist das Geburtstagsgeschenk des Fördervereins.

Frauke Gerhard wurde 1941 in Eden geboren, wuchs hier in einer Gärtnerei auf und lebt seit 2015 wieder in Eden. Ihre Naturverbundenheit und die Liebe zum kleinen Getier spiegelt sich in ihren Arbeiten oft wider. Blüten, Blätter, Libellen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Fische – all das ließ sie in ihre Dekore einfließen, die die oftmals zarten Wände ihrer Gefäße umkleiden, seien es Schalen, Kannen oder Dosen. Aber auch Fassadengestaltungen und größere Pflanzgefäße gehören zu ihren Werken.

Die Töpferlehre machte sie bei Grothe in Velten und ging dann ab 1961 zu HB nach Marwitz. Für 17 Jahre blieb sie dort, lernte von Hedwig Bollhagen, der Meisterin der Töpferkunst. Hier galten strenge Linien, war alles exakt vorgegeben. Durch Gaststudien und ein internationales Keramiksymposium flossen neue Impulse in ihre Arbeiten ein, sie experimentierte mit Glasuren und probierte sich mit der Formgebung ihrer Arbeiten aus.

Seit 1979 ist Frauke Gerhard freie Keramikerin, inzwischen mit ihrem Mann, dem Maler Jürgen Gerhard, in Hohen Neuendorf wohnend, arbeitet sie in der eigenen Keramikwerkstatt. Viele Jahre in Hohen Neuendorf und dann auch in Eden. Hier konnte sie ihren Vorstellungen nachgehen und mit großer Neugier und weiterer Experimentierfreude ihre Arbeiten gestalten und entstehen lassen.

Das wunderbare und vielseitige Gesamtwerk ist nun in der Ausstellung mit über 100 Einzelstücken bis Ende Mai 2027 zu sehen.

Ofen- und Keramikmuseum Velten – Hedwig Bollhagen Museum, Wilhelmstraße 32/33 in 16727 Velten
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11:00 – 17:00 Uhr
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Nussige Einsichten in Herzberg

Hier dreht sich alles um die Nuss, um die Walnuss. Die Walnussmeisterei Böllersen ist ein kleines familiäres Unternehmen in Herzberg, das sich der Nussproduktion mit großer Hingabe verschrieben hat. Unser Besuch dort hat uns diese tolle Frucht wieder ganz nahe gebracht. Jetzt ist uns wieder bewusst wie gesund sie ist. Wir sollten jeden Tag nicht nur einen Apfel essen, sondern auch Nüsse! Da tun wir uns was Gutes für Herz, Blutzucker und Nervenkostüm mit all den gesunden Inhaltsstoffen wie C- und B-Vitaminen, Mineralstoffen, ungesättigten Fettsäuren und Proteinen.

Zum feierlichen Saisonabschluss des Sommer-Cafés gab es eine Führung über den Hof und in der neuen Produktionshalle konnten wir die Arbeitsweise der imposanten Knackmaschine erleben, die erst vor- und dann nachknackt. Weiter geht die Reise der Kerne auf einem kleinen Förderband, von dem die noch vorhandenen Schalen per Hand aussortiert werden und schließlich landet alles auf einem Schüttelsieb, das gleich in verschiedene Größen sortiert. Hier könnt ihr auch eure Nüsse knacken lassen, ab 10 kg ist das möglich. All die vielen Schalen, die im Betrieb anfallen, werden zum Heizen der Räumlichkeiten verwendet.

Wir bekamen viele Informationen zum Nussbaumanbau überhaupt, den Möglichkeiten der Unterpflanzung und der Fruchtfliege, die seit einigen Jahren auch in unserer Region verbreitet ist und die Walnuss schädigt. Durch ein schnelles Entfernen der schwarzen Schale und das Trocknen der Nuss, ist der Kern nicht beeinträchtigt und kann verwendet werden.
Die Walnussmeisterei der Böllersen hat ihre Nussplantagen in Velten und der Magdeburger Börde. Es werden auch Nüsse ab 10 kg von Privat angekauft.

Das kleine Cafè lädt zum Verweilen ein, alle Nusskuchen und Torten sind sehr, sehr lecker und auch der Kaffee überzeugt. Wir erlebten bei unserem Besuch dort eine sehr angenehme Atmosphäre: die Sonne schien und es gab immer wieder nette Gespräche mit anderen Gästen, die auch von diesem Ort beeindruckt waren und es sich ebenfalls so richtig gut gehen ließen.

Im Hofladen gibt es verschiedene Sorten von Walnüssen im Ganzen oder schon geknackt, auch Haselnüsse, Öle, Mehle, Honige, Aufstriche, Liköre aus der Nuss oder mit Nuss hergestellt. Auch der lustige Rollsammler, den wir im vergangenen Jahr schon beim Apfelfest in Eden kennen lernten, ist dort zu haben. Und wer sich den Weg nicht machen möchte, kann auch online einkaufen.
Das Sommer-Cafè geht nun in die Winterpause, doch der Hofladen (Im Eichholz 32 c, 16835 Herzberg/Mark) ist freitags von 14:00 – 18:00 Uhr und samstags von 10:00 -17:00 Uhr geöffnet.

Natürlich gibt es auch Walnussbäume zu kaufen.
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Abendliche Aufführung am Mühlensee

Ein letzter warmer Septembertag geht zu Ende und bietet ein himmlisches Schauspiel, denn die untergehende Sonne ummalt die Wolken, die das Himmelszelt zieren. Mit jeder Minute und in jede der vier Himmelsrichtungen zeigt sich ein anderes Bild, eine neue Stimmung der beeindruckenden abendlichen Aufführung.

Die sich im Abendlicht sonnende Windmühle begrüßt uns, ehe wir in Richtung Mühlensee gehen. Der Weg führt vorbei an saftigen Wiesen, Walnuss-, Holunder- und Kirschbäumen, die knallbunten Früchte des Pfaffenhütchens leuchten aus dem Grün und der Vehlefanzer Kirchturm erhebt sich hinter all dem üppigen Naturell.


Stege geleiten uns direkt über das Wasser, vorbei an einem Angler und einem jungen Paar, das auf einer Bank sitzend sich viel zu erzählen hat. Ein anders Paar versucht seine zwei Hunde zu erziehen. Auf dem grüntrüben See, der sonderbare Muster zeichnet, schwimmen Enten und Vögel fliegen über das Wasser dem Wolkenhimmel entgegen.



Zurück an der Windmühle ist es inzwischen fast dunkel. Zum Abschied knarrt sie uns noch leise zu: Kommt wieder gut nach Hause und habt eine gute Nacht!

Eine Gute-Nacht-Geschichte haben wir mitgebracht, die Sage der Schön Kathrein von Vehlefanz:

Nahe am Weinberg bei Vehlefanz soll in früherer Zeit ein Karpfenteich gewesen sein. Ein kleiner Fließ kam daraus hervor und führte sein Wasser in den Kremmener See. Seit man den Teich abgelassen hat, war daraus ein Wassergraben entstanden, der eine Wassermühle antrieb. In dieser Wassermühle lebte ein Müller mit seiner Frau und seinem Sohn. Da die Müllersleute arm waren, konnten sie sich keine Magd leisten. Dafür nahmen sie eine arme Verwandte auf, die ihnen bei der Arbeit half. Der Müllersohn und die schöne Kathrein, so hieß das Mädchen, verliebten sich. Da aber beide so arm waren, verweigerten die Eltern ihre Zustimmung zur Hochzeit. Als nun die schöne Kathrein wieder einmal in einsamer Nacht schlaflos in ihrer Kammer lag, bemerkte sie plötzlich ein Licht und hörte jemanden ihren Namen rufen. „Kathrein, Kathrein, steh auf!“ Sie glaubte es wäre bereits Morgen und die Müllersfrau wollte sie wecken. Als sie Licht machen wollte, brannte plötzlich das Zunder nicht. Nun gewahrte sie, als sie zum Fenster hinausschaute, drüben am alten Weinberg ein Feuer, um das mehrere Leute lagerten. Einer von ihnen winkte ihr zu. Sie nahm einen großen Topf und ging hinunter, denn sie dachte: „da kannst du dir gleich ein paar Kohlen zum Feuer anmachen holen.“ Doch als sie die Kohlen auf den Herd schüttete, ging das Feuer aus. Auch beim zweiten und beim dritten Mal ging es nicht besser. Als Kathrein nochmals Kohlen holen wollte, hörte sie eine Frauenstimme sagen: „Nun ist aber genug.“ Betrübt ging sie in ihr Zimmer zurück und legte sich ins Bett. Da hörte sie die Uhr eins schlagen. Lange kam sie nicht zur Ruhe und kurz nachdem sie endlich eingeschlafen war, hörte sie die Müllerin rufen. Schweißgebadet wachte sie auf, denn die Müllersfrau rief mit schriller Stimme: „Kathrein, Kathrein, was hast du auf den Herd geschüttet?“ Und siehe da, auf dem Herd lagen glitzernde Goldstücke. So wurde über Nacht aus der armen Verwandten eine reiche Partie. Kathrein konnte endlich ihren Liebsten, den Sohn des Müllers, heiraten und wurde glücklich.
Quelle: Hans Biereigel, „Sagen, Legenden und Geschichten aus dem Oberhavelkreis“
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Nächster Halt: Dannenwalde
Wie oft sind wir in Richtung Norden auf der B 96 durch Dannenwalde gefahren und immer haben wir das Kirchlein rechts liegen gelassen. Wir müssten mal reinschauen, wurde gesagt, aber nie getan. Nun hieß es endlich: beim nächsten Mal machen wir Halt! Gesagt getan.

Diese kleine achteckige >Kirche am Weg< wurde von 1819 -1821 von dem Zehdenicker Baumeister Hermann erbaut. Der Auftraggeber war der Gutsherr von Waldow. Seit Mitte der 1970er Jahre wurde das Gebäude nicht mehr für Gottesdienste genutzt, war zugenagelt und verfiel so langsam aber sicher. 20 Jahre später bildete sich ein Förderverein mit Menschen aus Kultur und Kirche, die sich um die Sanierung der Außenhülle sorgten und dem denkmalgeschützten Kleinod wieder kulturelles und geistiges Leben einhauchten. Hier finden nun Konzerte und Ausstellungen statt. Öffnungszeiten sind von Mai – Anfang Oktober immer donnerstags bis samstags von 13:00 – 17:00 Uhr und sonntags von 14:00 -18:00 Uhr.

Derzeit ist noch bis zum 4. Oktober die Ausstellung > Where life and death may dwell – Wo Leben und Tod verweilen mögen< der holländischen Künstlerin Helen Verhoeven zu sehen.

Es ist eine wachsende Kunstinstallation, die im vergangenen Jahr ihren Ursprung hatte. Mit den Gemälden, Wimpeln und Keramiken setzt sich die Künstlerin mit den Themen Wunder des Lebens, Vergänglichkeit, der Hoffnung auf mehr und deren Zusammengehörigkeit auseinander.

Die Kissen sind während eines Workshops entstanden und gehen auf die dörfliche Tradition zurück, dass einst das persönliche Kissen den Stammplatz der Gottesdienstbesucherin kennzeichnete.

Dannenwalde hat noch mehr zu bieten, denn hier gibt es auch ein Schloss. Einst bewohnt und bewirtschaftet von den Gutsbesitzern von Waldows, war es zu DDR-Zeiten dann eine 10-klassige Schule, in den 90er Jahren konnten hier Radfahrerinnen übernachten und seit einigen Jahren ist es verkauft und wird privat genutzt, z.T. sind auch Wohnungen vermietet.

Dannenwalde hat auch einen Bahnhof – und der funktioniert noch als Haltepunkt! Alle zwei Stunden hält der Zug von Berlin nach Rostock oder Stralsund und umgekehrt. Dafür haben Menschen gekämpft, denn 1995 wurde der Bahnhof geschlossen und nur ein Jahr später wieder als Haltepunkt eröffnet. Das Bahnhofsgebäude ist denkmalgeschützt und wird von dem Verein Umweltbahnhof Dannenwalde e.V. genutzt. Hier finden Konzerte, Filmvorführungen und Ausstellungen statt. Übernachtungen sind möglich sowie die Nutzung der Räumlichkeiten für Seminare.

Im Hofladen >Richard’s Wild< kann gut eingekauft werden, wenn es “wild” sein darf. Es gibt auch Honige, Liköre, Kräutersalze ec. und ein Speiseangebot mit Bratwurst, Boulette oder Leberkäse, alles natürlich vom Wild mit Kartoffelsalat und marinierten Wildkräutern. Öffnungszeiten: Dienstag -Donnerstag 9:00 – 17:00 Uhr und Freitag – Sonntag 9:00 – 18:00 Uhr, Montag ist Ruhetag

Auf der Fahrt nach Hause steht kurz nach Dannenwalde, ehe es rechts nach Seilershof geht, ein Denkmal am Straßenrand, ganz umgeben von viel Grün. Nie zuvor war es uns aufgefallen. Es ist ein Denkmal für Königin Luise von Preußen, die im Volk sehr beliebt war und 1810 mit nur 34 Jahren in Hohenzieritz/Mecklenburg verstarb. An dieser Stelle gab es den Wechsel der Begleitung des Trauerzuges nach Berlin, da hier die Grenze zwischen Mecklenburg und Preußen war.
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Theater in Oranienburg

Lasst euch ins Theater einladen, ins Traumschüff-Theater auf der Havel. Genossin Rosi ist von ihrer 10. Sommertour zurück und im Heimathafen eingelaufen. Hier könnt ihr mit einigen Highlights ein paar schöne Stunden am Oranienburger Bollwerk erleben.

Los ging es am vergangenen Samstag mit der Offenen Bühne. Das Ganze ist immer eine wahre Wundertüte, wenn sich Menschen jeden Alters singend, tanzend, musizierend und sprechend auf die Bühne wagen. Alle bringen viel Lampenfieber mit und unser Applaus belohnt sie für ihren Mut. Ja, und wir hatten einen abwechslungsreichen Abend!!!

Das neue Stück “Unter Foultieren” könnt ihr am 19. und 20. September sehen.

Und das schwimmende Havelkonzert ist am 12. September um 19:00 Uhr.

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Umwanderung des Lehnitzsees

Diese Wanderung habt ihr sicher alle schon einmal gemacht, denn der Oranienburger Lehnitzsee ist doch unser Home-See! Wir mussten aber feststellen, dass wir um unsere 2,3 km x 450 m große Oranienburger „Badewanne“ noch nicht sehr oft gewandert sind. Das sollte sich schnell ändern und wir machten uns auf den Weg. Wo genau der Beginn der Wanderung sein soll, ist beliebig. Es sind ungefähr 8 km zu laufen, die in 2 -3 Stunden zu schaffen sind.

Ein Naturlehrpfad gibt Auskunft über die örtliche Flora und Fauna. Besonders schön sind die vielen idyllischen Buchten mit Blick auf das Wasser und die schattigen Wege. Im Osten liegen die Saubucht und der Stintgraben, der im Sommer aber kein Wasser führt. Von der Lehnitzer Seite aus hat man über das Wasser einen schönen Blick auf die Lehnitzsee-Schleuse. Hier überwinden täglich viele große und kleine Schiffe einen Höhenunterschied von 6 Metern, vom Oder-Havel-Kanal zum Lehnitzsee oder umgekehrt.


Badestellen laden ein, der Weiße Strand und der Bolli auf der Lehnitzer Seite sowie die Badestelle mit großer Liegewiese auf der Oranienburger Seite. Ein Stückchen des Radfernweges Berlin-Kopenhagen liegt ebenfalls auf unserem Wanderweg.

Hungern muss auch niemand, denn es gibt das Hafenrestaurant LuBea, das BierLeh und in Lehnitz den Eisspatz, der nicht direkt am See liegt, aber sich nicht weit entfernt in der Friedrich-Wolf-Straße 19 befindet. Im Mai hat ein junger Mann aus Eden den idyllisch gelegenen Biergarten am Lehnitzsee aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Im BierLeh könnt ihr Kaffee, Kuchen und Eis genießen, ebenso ein gutes Imbissangebot. Hier finden Konzerte, Schlager- und Tanzabende, Karaoke und Kinderyoga statt. Und es wurden schon Kindertags- und Zeugnispartys gefeiert.


Öffnungszeiten in der Nebensaison:
Hafenrestaurant LuBea: Mo und Die geschlossen, Mi 16-22, Do bis Fr 12-21 Uhr, Sa 12-17 Uhr, So 12-21 Uhr (Tel.: 03301 524152)
Biergarten BierLeh: bei gutem Wetter Samstag + Sonntag geöffnet (Tel.: 01514 7652631)
Eisspatz Lehnitz: Mo-Do 13:30-17:30 Uhr, Fr+Sa 13:00 -17:30Uhr, So 12-17:30 Uhr (Tel.: 0178 6082117)

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In Kremmen ist so einiges los
Kremmen ist mit gut 800 Jahren ein altes Städtchen und hat so einiges zu bieten. Das historische Scheunenviertel wartet mit Gastronomie, Trödel, Comedy und Musik auf und hier ist auch die Touristeninformation. Gegenüber auf dem Spargelhof gibt es ein Restaurant, einen Hofladen und einen Kinderspielplatz. Bei Bäcker Plentz am Marktplatz ist das gesamte Sortiment zu haben und ein Cafe lädt zum Verweilen ein. Im Hotel u. Restaurant SeeLodge am Kremmener See finden Trauungen und Events statt und bei Kultur & Beeren ist auch immer wieder was los. Im Moment ist freitags Sommerkino und am Wochenende öffnet das Luch-Cafe.

In der historischen Altstadt steht das ältesten Gebäude der Stadt: die St. Nicolai Kirche. Diese spätromanische Feldsteinkirche stammt aus der Zeit um 1250, ihre barocke Innenausstattung entstand nach dem großen Stadtbrand 1680. Der Turm brannte 1917 ab, wurde erneuert und war dann um 6 Meter kürzer, was ihn damit gedrungen wirken lässt.

Die Kirche ist täglich von 9:00 – 18:00 Uhr geöffnet und das Cafe Kirchturmblick öffnet donnerstags um 14:30 Uhr seine Tür.

Noch bis zum 4. September ist die farbenfrohe Ausstellung „Das Kreuz mit der Kunst 5.0“ des Kremmener Künstlerstammtischs zu sehen.

Unweit vom Markt befindet sich die Alte Lebkuchenfabrik. Hier wurde einst Honigkuchen gebacken, der auch außerhalb Deutschlands Absatz fand. Heute ist es ein gemütliches Cafe. Hier oder im urigen Innenhof kann man Frühstücken und Kaffee trinken. Auch Lebkuchen gehören zum Angebot. In sechs Pensionszimmern sind Übernachtungen möglich.

Kremmen Alte Lebkuchenfabrik, Berliner Str. 4 cafe@lebkuchenfabrik.com
Öffnungszeiten Café: Donnerstag 12:00 – 18:00 Uhr, Freitag, Samstag & Sonntag 9:30 – 18:00 Uhr (Frühstück 9:30 – 11:30 Uhr)

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Bogensee – ein geschichtsträchtiger Ort
Heute geht’s in den Barnim, genauer gesagt an den Bogensee unweit von Lanke und ca. 20 km von Eden entfernt.

Hier gibt es viel Natur, aber auch sehr viele denkmalgeschützte Immobilien inmitten des Waldes, die so verlassen dastehen und auf eine endliche Nutzung hoffen. Das ganze Areal ist ein geschichtsträchtiger Ort und ein wirklicher Lost Place.
Zunächst kommt man am Waldhof vorbei, welcher einst der Landsitz von Reichspropagandaminister Josef Göbbels war und nach dem 2. Weltkrieg von der Roten Armee kurz als Lazarett genutzt wurde und dann als sozialistische Kaderschmiede diente.

Rechts vom Waldhof befindet sich im ehemaligen Forstgebäude die Waldschule, eine waldpädagogische Einrichtung, die Kinder- und Jugendgruppen das Erleben des Waldes Tag und Nacht ermöglicht.

Hinter dem Waldhof liegt der Bogensee, der nicht sehr groß ist. Seine Umrundung wird mit 5 km angegeben, da die Wanderung nicht immer direkt am Wasser entlang geht. Da geht’s dann auf Umwegen im Dickicht des Waldes weiter, wegen Brutgebieten von seltenen Wasservögeln. Doch der Bogensee bleibt in der Nähe und man kommt dort auch wieder an. Hier ist es ganz ruhig. Nur das Rauschen der Blätter ist zu hören, wenn der Wind durch die Baumkronen weht.

Nachdem der Waldhof für die Ausbildung der vielen, auch internationalen Studenten, zu klein geworden war, wurden in den 1950er Jahren die vielen großen Gebäude der FDJ-Jugendhochschule im Stil des sozialistischen Klassizismus gebaut: symmetrisch, mächtig und streng. Die beiden Hauptgebäude, das Lektionsgebäude und das Kulturhaus, stehen sich weitläufig gegenüber, links und rechts befinden sich die einstigen Internats- und Wohngebäude der Studenten.
Das Haus “Wien” kam dann noch in den 80er Jahren dazu und machte somit diese Vier-Seiten-Anlage komplett. Die Namen der Häuser, wie “Budapest”, “Potsdam” und “Reggio di Calabria”, stammen aus den 90er Jahren, als das Areal kurz als Hotelkomplex genutzt wurde.



Denkt an euer Picknick, denn hier an diesem verlassenen Ort gibt es nichts. Oder doch? Ein Baumstamm dient als Bank, der Blick auf das Wasser entspannt und die Stille tut so richtig gut.

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Kaffeeausflug nach Päwesin im Havelland

Wie wäre es mit einem Ausflug zum Kaffeetrinken ins schöne Havelland? Das Dörfchen Päwesin liegt zwischen Nauen und Brandenburg an der Havel. Hierher lohnt sich ein Ausflug, um Kaffee und Kuchen zu genießen, denn das ist täglich möglich. Die ortsansässige buddhistische Klosterschule betreibt eine kleine Bäckerei und den Backshop “Backwahn” mit einem kleinen Cafe-Garten.

Hier gibt es eine große Auswahl an Kuchen sowie belegte Brötchen, Bockwurst und Bouletten. Auch Brot und Brötchen sind im Angebot. Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 7:00 – 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen : 7:00 – 16:00 Uhr

Gleich hinter dem Cafe befindet sich die Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert. Sie zeigt sich in “Brandenburgischem Barock mit beeindruckender Strenge” und im Inneren der Kirche kann noch ihre Ursprünglichkeit durch den Kanzelaltar und die Hufeisenempore aus dunklem Eichenholz wahrgenommen werden. Auch das Taufbecken stammt aus der Anfangszeit. Die Orgel wurde 1813 von Bäckermeister Turley aus Treuenbrietzen gebaut. Er hing dann seinen erlernten Beruf an den Nagel und konzentrierte sich auf das neue Handwerk, den Orgelbau. Schon als Jugendlicher tat sich für ihn mit der Bach’schen Musik an der Wagner-Orgel seiner Heimatstadt der Himmel auf. – Welch schöne Nachbarschaft.
Die Kirche ist das ganze Jahr über von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

Mit dem Auto braucht ihr auf der Landstraße von Eden über Nauen nach Päwesin ca. eine Dreiviertelstunde. Achtung: In Wachow, dem Dorf vor Päwesin, gibt es wegen Bauarbeiten an der Dorfstraße eine kleine Umleitung, die aber ausgeschildert ist.
Und wem das alles nicht reicht, kann sich in Päwesin auch die Haare und Füße machen lassen, sozusagen in die dörfliche Wellness-Oase eintauchen. Dem Kloster sei dank. Dann aber vorher telefonisch einen Termin ausmachen.

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Wanderung um den Huwenowsee bei Meseberg
Meseberg ist immer wieder eine Reise wert und die Umwanderung des Huwenowsees ist zu jeder Jahreszeit schön. Auch an warmen Tagen kann diese knapp 6 km lange Runde gut geschafft werden, denn die alten Buchen rund um den See bieten viel Schatten und vom Wasser her umweht ein frisches Lüftchen die Wanderer.

1,5 Stunden sollten eingeplant werden, lieber ein wenig mehr, insbesondere dann, wenn ihr noch ins Wasser springen möchtet. Es gibt zwei Badestellen und unterwegs laden immer mal wieder Bänke zum Verweilen ein.

“Naturkunstwerke” sind in dieser Urwüchsigkeit am Wegesrand zu sehen. Sie bezaubern durch ihre kraftvolle oder filigrane Natürlichkeit.


Am schönsten ist der Blick auf das fast dreihundert Jahre alte Schloss von der gegenüberliegenden Nordseite des Sees aus. Ein Kulturdenkmal, welches auch Fontane einst besuchte und es „Zauberschloss“ nannte. Seit 2007 ist es das Gästehaus unserer Bundesregierung, aber nicht mehr lange, denn Anfang nächsten Jahres ist es mit dieser Nutzung vorbei.

Am nördlichen Ende des Sees führt eine Brücke über ein Moorgebiet und auf der Ostseite befindet sich der Weinberg. Und wem es unterwegs zu still wird, kann auch singen, per QR-Code sogar mit Chorverstärkung.

Wenn noch Zeit ist, lohnt sich ein Blick in die barocke Dorfkirche. Sie ist fast das gesamte Jahr über geöffnet. Neben der alten Kanzel und der alten Orgel ist hier ein riesengroßes Gemälde aus dem Jahre 1588 zu sehen. Es zeigt die damaligen Besitzer von Meseberg mit ihren 15 Kindern.
Der Besuch des Dorfkrugs bietet nicht nur regionales Essen und kühle Getränke, sondern auch Kultur. Hier finden Lesungen, Tanz und jetzt auch der abendliche Freiluft-Kinosommer statt. Öffnungszeiten und Termine unter: https://dorfkrug-meseberg

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Brücke-Museum und Kunsthaus Dahlem in Berlin
Im Brücke-Museum erlebten wir eine wunderbare Führung durch die zwei neuen Ausstellungen, die wir sehr empfehlen können:
Draußen … Unter Kiefern und Draußen … Im Museum
Das kleine Museum am Rande des Grunewalds wurde extra für die Kunstwerke der Künstlergruppe “Brücke” in den 1960er Jahren erbaut. Vier Architekturstudenten gründeten 1905 in Dresden diese Gruppe und waren später in Berlin ansässig. Die Brücke-Künstler waren Pioniere des Expressionismus, die sich von der zu dieser Zeit üblichen realistischen Malweise abwandten und neue Dinge ausprobierten. Mit flottem Pinselstrich, intensiven Farben und reduzierter Formensprache malten sie draußen in der Natur. Auch der Holzschnitt ließ sie experimentieren.
Um die alten Werke zu bewahren, werden in den Museen gleichbleibende Temperaturen und Luftfeuchtigkeit benötigt und damit große Ressourcen verbraucht. Junge Künstler heute haben sich mit dem Thema ressourcenfreie Kunst auseinandergesetzt und einen Kunstpfad der besonderen Art geschaffen: Draußen unter Kiefern. Eine klimaneutrale Produktion von Kunst inmitten der Natur. Kunst, die im Jahreskreislauf eingebunden und vergänglich ist und „von den Bienen betreut und von den Füchsen bewacht wird“. Das alles ist auf dem Waldgelände rund um das Museum zu sehen.

Diese “Venus von Milo” besteht aus Naturmaterialien wie Lehm und Wildblumensamen und wird vergehen.
(Die echte Venus aus Marmor ist schon richtig alt und im Louvre ausgestellt)
Gleich nebenan befindet sich das Kunsthaus-Dahlem, in dem gerade die Künstlerin Gulnur Mukazhanova aus Kasachstan ausstellt: Jetzt-Zeit – Layers of the Present. Hier gibt es ein Cafe und im Garten zwischen den beiden Museen sitzt es sich unter den Waldbäumen sehr gemütlich. Das Kombiticket kostet nur 8,- €. Beide Museen sind täglich (außer dienstags) von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Alles Weitere findet ihr unter: https:www.bruecke-museum.de und https://kunsthaus-dahlem.de
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Karl-Förster-Garten in Potsdam-Bornim
Wenn ihr diesen noch nicht kennt, dann wird es höchste Zeit! Zu allen Jahreszeiten ist dieser Garten eine Augenweide.
Karl Foerster war DER Gärtner und Staudenzüchter überhaupt, der nicht nur zu seiner Zeit bekannt war, sondern es auch noch heute ist. Sein vielseitiges und visionäres Schaffen machte ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit. Über 300 Züchtungen von Stauden und Co sowie zahlreiche Bücher gehören zu seinem Lebenswerk. Er war ein Poet und Philosoph, der seine überaus sensiblen Wahrnehmungen in der Natur illustrationsreich in Worte fassen konnte. Er kreierte nicht nur neue Pflanzensorten, sondern auch neue Worte in seinen Schriften und besondere Namen für seine Züchtungen. So heißt eine Phlox-Sorte z.B. „Wennschondennschon“. Besonders die Farbe Blau und der Rittersporn hatten es ihm angetan, doch er sorgte auch dafür, dass Gräser und Farne die Gartenlandschaften wunderbar ergänzen. Sein nachhaltiges Werk geht nicht verloren, es wird beibehalten und stetig vermehrt.
Das einstige Refugium, der Karl-Foerster-Garten ist ein Naturdenkmal und kann täglich (außer montags) von 9 -21 Uhr besucht werden. Die Staudengärtnerei ist Mo – Fr von 9-17 Uhr und So von 11-14 Uhr geöffnet. Der Garten und die Gärtnerei befinden sich Am Raubfang 6 bzw. 7 in Potsdam-Nord (Bornim).


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Kultur & Beeren in Kremmen
Raus in die Natur und rein in die Beerenbüsche, dazu dann noch Kultur pur!
Das alles findet ihr im Beerengarten in Kremmen, direkt am Ruppiner Kanal gelegen. Hier ist Freitag von 14 -19 Uhr und Samstag und Sonntag von 12 – 19 Uhr geöffnet. Im Luch-Cafe könnt ihr es euch gut gehen lassen und den weiten Naturblick genießen. Gänse, Hühner sowie Laufenten wuseln zu euren Füßen und Beeren sind zum Naschen da. Es gibt einen kleinen Hofladen, zwei Jurten laden zur Übernachtung ein und Boote können ausgeliehen werden. Die kulturellen Veranstaltungen findet ihr unter https://kultur-beeren.de. Ab Ende Juli ist auch wieder Kino-Time.
Adresse: Am Kanal 16 in Kremmen


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