Frühlingsboten

Der diesjährige Februar verabschiedete sich mit Wohlfühltemperaturen bis zu wonnigen plus 20 Grad. Diese Wärme und heller Sonnenschein brachten in kurzer Zeit die vielen kleinen Blumen in unseren Gärten zum Erblühen. Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge und Primeln öffneten ihre Blütenblätter und streckten sich der Sonne entgegen. Auch die Bienen, Hummeln und Holzbienen flogen munter durch die lauen Lüfte auf der Suche nach Nahrung. Vergnügt zwitscherten die Vögel und ein gelber Zitronenfalter schwebte über unsere Köpfe hinweg.

Oh, ein Zitronenfalter! Aber jetzt schon? Ja, er ist ein ganz robuster Schmetterling. Schon plus 10 bis 12 Grad und ein paar Sonnenstrahlen in den winterlichen Monaten genügen und bringen ihn in Aktion. Durch eine Art eigenes Frostschutzmittel aus Glyzerin und Sorbit frieren seine Körperflüssigkeiten nicht ein und er kann bis zu minus 20 Grad aushalten. Er überwintert fast ungeschützt unter Blättern oder in Holzspalten. Nur die männlichen Zitronenfalter sind knallgelb, die Weibchen zeigen sich in einem weiß-grünlichen Gewand und können auch schon mal mit einem Kohlweißling verwechselt werden. Die Lieblingsnahrungsquelle dieser Falter ist der Faulbaum und sie sind die langlebigsten Schmetterlinge im europäischen Raum, denn sie können bis zu 12 Monate alt werden.