Holunderblütenzeit

Juni-Zeit ist Erdbeerzeit, Rosenzeit und
Holunderblütenzeit!
Wenn wir jetzt in der Natur unterwegs sind, dann lachen uns die weißen Blüten des Holunders schon ein Weilchen an. Die handtellergroßen Dolden bestehen aus vielen kleinen Blüten, die wie kleine Sterne dicht aneinanderwachsen und einen betörenden Duft verbreiten. Nun wird es auch Zeit, diese zu ernten, um uns den lieblich süßen Duft einzufangen, damit wir noch recht lange etwas davon haben. Nichts ist schöner als in den winterlichen Monaten ein Glas oder eine Flasche zu öffnen und dann den ganzen Sommer so intensiv riechen und schmecken zu können: die Wärme, die Süße, das Licht!
Die beste Erntezeit ist ein sonniger Vormittag, dann ist das Aroma am stärksten.
Erfrischend kalt und oder wärmend als Tee
Am einfachsten ist es, eine Blütendolde in das Trinkwasser zu geben, etwas Zitrone dazu und schon ist die perfekte Erfrischung fertig.
Die Blüten lassen sich auch für Tee trocknen. Dieser Hollerblüten-Tee kann bei Fieber oder grippalen Infekten getrunken werden.

Holunderblütengelee
15 Blütendolden
1 Liter Apfelsaft
500 g Gelierzucker 2:1
Blüten im Apfelsaft 12 – 24 Stunden ziehen lassen
Blüten durch ein Sieb gießen und mit Gelierzucker zum Kochen bringen
4 Minuten sprudelnd kochen lassen und in Gläser abfüllen
Holunderblütensirup
15 Blütendolden
3 Liter Wasser
2 kg Zucker
3 ungespritzte Zitronen
60 g Zitronensäure
Wasser kochen lassen und Zucker einrühren
So lange kochen lassen, bis Lösung klar ist, 1 Tasse von der Lösung nehmen und Zitronensäure darin auflösen und ins Zuckerwasser geben
Dann alles über die Blüten und Zitronenscheiben geben
5 Tage abgedeckt stehen lassen, dann durch ein Sieb abgießen und abfüllen

Holunderblütenlikör
35 Blütendolden
3 Liter Wasser
50 g Zitronensäure
1 kg Zucker
3 Flaschen Alkohol, z.B. Korn
Blüten, Wasser, Zitronensäure für 24 Stunden ansetzen
Dann Zucker und Korn dazugeben, alles gut auflösen (ab und zu umrühren) und in Flaschen abfüllen
