Rauke – Raupe – Falter

Gerade zeigt die Knoblauchrauke ihre zarten weißen Blüten in unseren Gärten, und da ist ein ganz besonderer Schmetterling nicht weit: der Aurorafalter. Die Männchen erkennt man sofort – sie tragen auf ihren schneeweißen Flügeln knallorange Flecken. Die Weibchen können auf den ersten Blick leicht mit dem Kohlweißling verwechselt werden. Sie hat aber nur einen schwarzen Punkt auf der Oberseite der Flügel und die untere Seite ist grün gescheckt.

Gelegentlich sehe ich den Aurorafalter bei uns in Eden. Öfter könnte das vorkommen, wenn wir der Knoblauchrauke einen Plätzchen in Eurem Garten gönnt. Diese wächst dort von ganz alleine und ist Raupenfutter für den schönen Schmetterling mit den orangen Flügelspitzen. Der Name kommt übrigens von “Aurora=Morgenröte”.

Der Aurorafalter fliegt von April bis Juni. In dieser Zeit legen die Weibchen ihre Eier an den Blüten und jungen Schoten der Knoblauchrauke ab. Aus den Eiern schlüpfen Raupen, die sich dann bis zum Juli durch die Pflanze futtern.

Sobald die Raupen groß genug sind, verlassen sie die Pflanze und suchen sich einen ruhigen, geschützten Ort – z. B. in der Laubstreu, im Gras oder zwischen Pflanzenstängeln in Bodennähe. Dort spinnen sie sich in ein kleines, unauffälliges Kokon – und überwintern als Puppe bis zum nächsten Frühling!

👉 Deshalb ist es ideal, die Knoblauchrauke und die Umgebung erst ab Mitte/Ende Juli zu mähen – und wenn möglich, nicht alles auf einmal. Lass ein paar Ecken stehen, wo die Puppen sicher liegen können!

Denn: Ohne Rauke – keine Raupen. Ohne Raupen – keine Falter. So einfach ist das.