Rückblick Offene Gartenrunde im April

Pünktlich zur 1. Offenen Gartenrunde des Jahres regnete es kräftig, doch niemand war darüber traurig, denn als Gärtnerinnen und Gärtner waren wir nur froh über das längst überfällige Nass von Oben. Schade wars natürlich, dass wir nicht in Ankes und Knuths Garten sein konnten, doch es bot sich an, dass wir gleich nebenan das Gartenhaus der Kinderschule als trockene und gemütliche Alternative nutzen konnten und so nicht nass wurden, aber unsere Gärten die dringend notwendige frische Dusche abbekamen.

Den Auftakt machte Anke, passend zu unserem Thema Giftige Pflanzen. Mit schwarzem Humor und kurzweiligem Wortspiel wurden wir durch die mörderische Handlung eines Kurz-Krimis geleitet und somit für das Thema des Nachmittages sensibilisiert. Das hübsche und so unschuldig aussehende Alpenveilchen stand im Mittelpunkt des Geschehens.

Aber nicht nur die 12 giftigen Pflanzen-Krimis „Böse Blumen“ stammen aus der Feder von Klaudia Blasl, sondern auch das Sachbuch „111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss“, welches uns weitere Informationen zu giftigen Pflanzen brachte. Und davon gibt es nicht wenige, auch in unseren Gärten. Anke hatte ein paar davon ganz fix in ihrem Garten zusammengesucht und mitgebracht. So kamen wir in großer Runde gut ins Gespräch und staunten nicht schlecht, wie viele Pflanzen giftig sind. Oftmals macht aber auch die Dosis das Gift.

 

Hortensie, Wolfsmilch, Lerchensporn, Immergrün, Maiglöckchen

Beim anschließenden Kaffeeklatsch wurde wohl mehr geredet als gegessen, denn ein fröhliches Stimmengewirr erfüllte den Raum und zeigte, dass wir alle gut miteinander in Verbindung sind und uns viel zu sagen haben.

Unser Austausch zu Gartenthemen ging dann weiter. Da wurde von Mischkulturen und Mehrfelderwirtschaft gesprochen. Bohnen können z.B. immer an derselben Stelle angebaut werden, Kohl dagegen nicht, um der Kohlhernie entgegen zu wirken. Kohl ist ein wunderbares Wintergemüse und gewährleistet eine Ernte auch zur kalten Jahreszeit. Schön wäre es hinzubekommen, dass immer frischer Salat vorhanden ist. Dafür muss aber auch regelmäßig neu ausgesät werden. Vielleicht können wir uns innerhalb der Gartenrunde dabei gegenseitig unterstützen. Beerensträucher lassen sich gut selbst vermehren, da der Kauf dieser in Gartencentern oft unbefriedigend ist. Die Taybeere (Kreuzung zwischen Brombeere und Himbeere) wird empfohlen, denn sie  ist gut winterhart, wird kaum von Schädlingen und Krankheiten befallen und schmeckt sehr aromatisch (süß-säuerlich-würzig).

 

Die Zeit verging wie im Fluge und draußen regnete es noch immer. Jetzt sind wir mal gespannt, wie unser nächstes Treffen sein wird. Auf jeden Fall wird es inhaltsreich werden.

Wir sehen uns dann am 31. Mai!

Bis dahin wünsche ich euch viele gute Gartenstunden,

Euer Andreas

Übrigens, die beiden giftigen Bücher gibt Anke in den Büchertreff, wo sie dann gern ausgeliehen werden können.